Über uns

Das Projekt

Das Projekt Be’Jachad thematisiert antisemitische Gewalt und Diskriminierung sowie andere Erscheinungsformen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in den Sozialen Medien. Auf der Internetplattform www.gemeinsam-gegen-hass.de können sich betroffene Jugendliche an das JFDA wenden, um anonymisiert Rat und Unterstützung einzuholen und ihre Erlebnisse zu teilen.

 

Jugendliche werden im Zuge des Ausbaus der Internetplattform über das Projekt „Be‘Jachad“ in einem geschützten, anonymisierten virtuellen Raum mit anderen Betroffenen in Kontakt treten, sich austauschen und so aus ihrer Isolierung heraustreten können. Sie werden auch die Möglichkeit bekommen mit einer breiteren Öffentlichkeit in Kontakt zu treten und ihre Erlebnisse zu teilen, ihre Geschichten erzählen und sie den Hassideologien und Hassreden entgegenzustellen. Darüber hinaus können Betroffene mit professioneller mediengestalterischer Unterstützung des JFDA-Teams beispielsweise Videoclips drehen, oder ihre Erlebnisse in Artikeln oder musikalischen Darstellungsformen (Gesang, HipHop etc.) thematisieren und auf der Internetplattform mit anderen Jugendlichen diskutieren.

 

Hierzu können sie sich vom JFDA bei der Kontaktaufnahme mit bekannten Persönlichkeiten aus der Jugend- und Kulturszene (Rapperinnen und Rapper, Musikerinnen und Musiker, Schauspielerinnen und Schauspieler, etc.) unterstützen lassen, die ihnen bei der Produktion ihrer Videos oder Darstellungen helfen.

 

Das Projekt stellt insofern ein innovatives Angebot zur Begleitung und Betreuung kleiner Medienprojekte dar, um Narrativen von Betroffenen gegen die Hassrede zu setzen. Denkbar ist auch, dass sich Jugendliche aus dem Projekt heraus vernetzen und z.B. einen Blog betreiben, wodurch sie als Akteure des öffentlichen Diskurses im Internet gestärkt werden ohne zwangsweise aus der Anonymität heraustreten zu müssen. Unsere Konzeption geht über Counterspeech Ansätze hinaus.  Im Fokus steht für uns eine Stärkung des jüdischen Selbstverständnisses und der Handlungskompetenzen der betroffenen Jugendlichen im Umgang mit Antisemitismus in ihrer digitalen und analogen Lebenswelt.

 

Es ist geplant, die Plattform www.gemeinsam-gegen-hass.de nach Abschluss des Projektes von den Jugendlichen weiterführen zu lassen. Die erstellten Produkte (Videos, Fotografien, musikalische Darstellungen, Interviews etc.) können auch in anderen Formaten – etwa in Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Willkommensklassen etc. – genutzt werden.

 

Der Verein

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) besteht seit 2012 als gemeinnütziger Verein, der sich vor allem durch Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit der Stärkung des demokratischen Staatswesens als auch dem Kampf gegen Antisemitismus widmet. Das JFDA berät bei antisemitischen Vorfällen und führt ein unabhängiges Monitoring durch. Das JFDA engagiert sich in der politischen Bildungsarbeit durch Projekte, Veranstaltungen sowie im interreligiösen Dialog und ist Ansprechpartner für Pressevertreter.

Unsere Tätigkeiten:

Beratung

Wenn jemand am Arbeitsplatz, auf der Straße oder in seiner Freizeit mit antisemitischen Äußerungen, Anfeindungen oder Angriffen jeglicher Art ausgesetzt ist, bieten wir jeder Zeit gerne eine Beratung über den Umgang mit diesen Geschehnissen an. Wir haben eine lange Erfahrung im Umgang mit solchen, häufig strafrechtlich relevanten Vorfällen.

Monitoring

Wir führen ein unabhängiges Monitoring über antisemitische, rassistische und homophobe Vorfälle durch. Wir analysieren und bewerten das aktuelle Geschehen, gesellschaftliche Debatten und Tendenzen. Wir weisen auf unsere Erkenntnisse hin, verfassen Pressemitteilungen, schreiben Artikel, organisieren Veranstaltungen und Kundgebungen und versuchen verschiedene Akteure für Gegenmaßnahmen zu gewinnen.

Interreligiöser und interkultureller Dialog

Wir sind Gründungsmitglied im Berliner interreligiösen Netzwerk „Treffpunkt Religion und Gesellschaft“ zusammen mit dem Evangelischen Kirchenkreis Neukölln und dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin.

Politische Bildungsarbeit

Wir organisieren Veranstaltungen und konzipieren verschiedene Projekte. Dafür arbeiten wir mit Universitäten, Schulen, Bundes- und Landeszentrale für Politische Bildung, Vertretern von Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen.

Pressearbeit

Wir erstellen Pressemitteilungen, Berichte zu unseren Veranstaltungen und Texte zu aktuellem Geschehen. Außerdem sind wir Ansprechpartner für Pressevertreter.

Die Dokumentation unserer Arbeit aus den verschiedenen Jahren kann anhand unserer Tätigkeitsberichte unter https://jfda.de/tatigkeitsbericht/ nachvollzogen werden.

 

Facebook: https://fb.com/juedischesforum/

Homepage: https://jfda.de

Twitter: https://twitter.com/JFDA_eV

Youtube: https://www.youtube.com/JüdischesForum

Instagram: https://www.instagram.com/jfda_ev/

 

Das Team

Wir sind ein Team aus erfahrenen und motivierten Kolleginnen und Kollegen, die verschiedene sozial-, rechts- und medienwissenschaftliche Expertise miteinander vereinen.  Ein kreatives sowie inspirierendes Verständnis von Vielfalt ist für unser gemeinsames Engagement im Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) von großem Vorteil.

Was es bedeutet heute in Deutschland jüdisch zu sein, ob nun versteckt oder offen, ist uns als Jüdisches Forum sehr bewusst. Wir können die sich an uns wendenden Jugendlichen aus einem sensibilisierten Verständnis heraus beraten. Das Jüdische Forum gestaltet mit dieser speziell auf die Bedürfnisse von jüdischen Jugendlichen ausgerichteten Plattform einen sicheren Anlaufhafen für ihre Sorgen und Schwierigkeiten im gesellschaftlichen Umgang.